Künstliche Intelligenz, DDR-Schachcomputer Chess Master

Der Chess Master (CM) wurde im VEB Mikroelektronik „Karl Marx“ des Kombinats Mikroelektronik Erfurt („VEB Funkwerk Erfurt“) hergestellt. Die CPU (central processing unit, Zentraleinheit) von diesem Schachcomputer war ein IC (integrated circuit, integrierter Schaltkreis) vom Typ U880. Der U880 war ein in der DDR hergestellter 8-Bit-Hauptprozessor für Computer in n-MOS-Technik und befand sich in einem DIL40-Gehäuse. Ähnlichkeiten des U880 mit dem 8-Bit-Prozessors Z80 von Zilog waren rein "zufällig". Der IC U880 wurde als Mehrzweckprozessor zwischen 1980 und 1989 in diversen DDR-Computern beispielsweise A 5120, PC 1715, KC 85/2-4, LC 80 und KC 87 eingesetzt. Der Autor testete zu DDR-Zeiten alle serienmäßig hergestellten DDR-Schachcomputer - SC2, CM, CM diamond - ausgiebig und spielte aktiv Schach. Für Anfänger und Fortgeschrittene waren die erwähnten Schachcomputer als Trainingspartner gut geeignet. Der im Foto ersichtliche CM war mit Hall-Sensoren ausgerüstet. Die Nutzung war dadurch sehr komfortabel. Die Figuren enthielten kleine Magnete. Die Zuganzeige erfolgte mittels Leuchtdioden. Siehe Schach bei der Armee. Siehe auch Schachuhren aus Ruhla.

Blick auf den DDR Schachcomputer Chess Master (CM)

Foto: Dietrich Klug

Stand der Bearbeitung: 2.01.2019

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