Die ehemalige Pferdebahn - Feldbahn - zwischen Blankenstein und Blankenberg
befand sich in unmittelbarer Nähe der ehemaligen DDR-BRD-Grenze

Blick auf die Gleisanlage der ehemaligen Pferdebahn in Richtung Blankenstein. Der Grenzverlauf war Mitte der Saale - links im Bild.
Die im Foto ersichtlichen Pfeiler gehörten zum 3 m hohen DDR-Streckmetallgrenzzaun, welcher zwischenzeitlich abgebaut wurde.

Hier begann ein Tunnel, welcher durch die Pferdebahn genutzt wurde. Dieser wurde jedoch nach der Vereinigung von DDR und BRD
zugeschüttet. Ab hier begleiteten zu DDR-Zeiten die Grenzsoldaten den Transportzug in Richtung Blankenberg.

Zu DDR-Zeiten wurde eine im Foto ersichtliche Dieselschmalspurlokomotive eingesetzt.

Blick auf die Zellulose- und Papierfabrik Rosenthal - ehemals VEB - in Blankenstein. Zu DDR-Zeiten soll diese angeblich die größte
Fabrik Europas dieser Art gewesen sein. Der im Bild ersichtliche Schornstein hatte damals eine Höhe von 110 m.

Blick auf den Betriebsteil der Zellulose- und Papierfabrik Rosenthal in Blankenberg. Dieser wurde 1990 geschlossen. Auf dem
Dach der Fabrik postierten ehemals DDR-Grenzposten zur Grenzsicherung. Der Autor wurde hierzu auch eingesetzt.


Fotos: Dietrich Klug

Zu DDR-Zeiten erfolgte der Transport der Produkte zwischen den Betriebsteilen der Papier- und Zellulosefabrik Rosenthal in Blankenstein und Blankenberg mittels einer ca. 2 km langen Feldbahn. Schmalspurdiesellokomotiven wurden als Zugfahrzeuge eingesetzt. Die Inbetriebnahme der Feldbahn soll 1895 erfolgt sein. Die Transportwagen wurden damals durch Pferde gezogen. Daher stammt auch der Begriff Pferdebahn.

Da die Schienen der Feldbahn in unmittelbarer Nähe zum 3 m hohen Streckmetallgrenzzaun der ehemaligen DDR verliefen, wurde der Güterzug von Angehörigen der ehemaligen Grenztruppen der DDR bewacht.
Der Autor fungierte während seiner Dienstzeit im Grundwehrdienst bei den Grenztruppen der DDR unter anderem als "Zugbegleiter" von solchen Güterzügen. Der Grenzverlauf war Mitte der Saale, welche sich in unmttelbarer Nähe zum Streckmetallgrenzzaun befand. Die Pfeiler von diesem Grenzzaun sind auch heute noch ersichtlich. Die Feldbahn fuhr damals zum Werksgelände in Blankenstein durch einen Tunnel, welcher jedoch nach der Stilllegung der Feldbahn zugeschüttet wurde. Heute wird diese Feldbahn nur noch für touristische Zwecke genutzt.

Siehe auch Multimediavortrag zur innerdeutschen Grenze "Von Blankenstein bis nach Mödlareuth"

Siehe auch Grundwehrdienst an der DDR Grenze - Grenzdienst bei den Grenztruppen der DDR aus der Sicht eines ehemaligen Grenzsoldaten


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Stand der Bearbeitung: 04.01.2016 Alle Rechte vorbehalten. © 2014 - 2016 Dietrich Klug