"Private" Zusatzheizung auf einem Beobachtungsturm vom Typ BT11 der ehemaligen DDR-Grenztruppen



Not macht erfinderisch, so lautet ein Spruch. Die BT11 waren zwar mit einer elektrischen Heizung (Bahnheizkörper) ausgerüstet, jedoch sorgte diese insbesondere im Winter nicht immer für angenehme Temperaturen. Deswegen wurde zusätzlich eine Heizwendel (inoffiziell, siehe rechtes Foto ) mit dem einem Ende in die Steckdose und mit dem anderen Ende an die Leiter des BT11 (Foto links) zur Erdung angeklemmt. Von Vorteil war bei der Installation dieser Zusatzheizung die Winterhandschuhe zur Isolation anzuziehen. Das Problem: In der Nacht sah man das rötliche Licht, welches von der Heizwendel ausgestrahlt wurde, bei genauer Beobachtung des BT11 vom Boden aus. Die DDR-Grenzposten wurden permanent kontrolliert, beispielsweise durch Offiziere aus dem DDR-Grenzregiment und/oder Grenzbataillion. Ein noch erhaltener Beobachtungsturm vom Typ BT11 befindet sich in Mödlareuth. Der Autor verbrachte im Rahmen des Grundwehrdienstes bei den damaligen DDR-Grenztruppen etliche Stunden auf diesem Turm. Jedoch ist er für Besucher gesperrt.

Fotos: Dietrich Klug

Siehe auch Multimediareportage "Grenzerfahrungen - innerdeutsche Grenze von Blankenstein bis nach Mödlareuth, grünes Band" von Dietrich Klug und Grundwehrdienst an der DDR Grenze - Grenzdienst bei den Grenztruppen der DDR aus der Sicht eines ehemaligen Grenzsoldaten


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Stand der Bearbeitung: 01.01.2020